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Die wunderschönen sonnigen Märztage zogen mich natürlich in den Garten. Ganz im Frühjahrsrausch säte ich gleich einen Topf Petersilie aus, um ihn auf der Fensterbank vorzuziehen. Wären die letzten frostigen Tage dann vorbei, hätte ich schon einen gärtnerischen Vorsprung und 4 Wochen früher leckere Petersilie.

Schade – März ist nicht Sommer und an auswintern war noch nicht zu denken.

Die Kräuterschale wurde top betreut. Nur das Beste von allem. Frisch gedüngte Erde, Fenster im Wohnzimmer, schön warm und hell, Südseite, täglich gegossen  – Petersilie immer schön feucht halten!

Der Samen ging erfreulich gut auf, doch das Wetter spielte nicht mit. Der Pott musste auf der Fensterbank verbleiben. Dort schießen die Pflanzen  nun in’s Kraut. Lange, dünne  Wedel, schwächliche Stängel; mickerige, geschmacksneutrale, schlappgrüne Blättchen. Petersilie schwach zugeschnitten

Um Biss und Aroma zu bekommen braucht es Sonne und Regen, Umweltbedingungen die, die Pflanze kräftigen, an denen sie sich messen muss – langsames Wachstum!

Ich habe mich schon oft gefragt ob Pflanzen die selben Wachstumsschmerzen beim Durchleben der natürlichen Zyklen, wie z.B. den Übergang von der Blüte zur Frucht, empfinden wie wir Menschen.

Saturn, Uranus, Neptun und Pluto

Die Transite und Progressionen der Langsamläufer Saturn, Uranus, Neptun und Pluto beschreiben dieses Erleben. Man könnte sie mit Ausbildungen vergleichen. Umstände an denen wir unserer Bestimmung entgegen wachsen. 

Manche dieser „Ausbildungen“ sehnen wir schon lange herbei und freuen uns wenn  die Gelegenheit gekommen ist, das eigene Leben auf eine neue Erfahrungsebene zu hieven. Andere wiederum würden wir gerne umgehen, aber jemand oder etwas zwingt uns teilzunehmen.

Die Kräuter auf der Fensterbank entsprechen einem Menschen der in seiner Komfortzone lebt und dort verbleibt! Das allerdings ist vom Leben so nicht vorgesehen. Alles im Universum strebt nach Entwicklung, danach sich bestmöglich zu entfalten.

Raus aus der Komfortzone

Lebensbereiche in denen Stagnation eingetreten ist oder Bereiche, die mittels Schonhaltung ausgeklammert wurden, werden daher beim Durchgang der langsamen Planeten besonders durchgerüttelt. Ich gebe zu während man mittendrin steckt fühlt es sich schrecklich an, doch rückblickend wird meist klar warum sich etwas ändern musste und wozu die Ereignisse not – wendig waren.

Die Menschen werden nicht an dem Tage geboren an dem ihre Mutter sie zu Welt bringt, sondern, wenn das Leben sie zwingt sich selbst zu Welt zu bringen.  Gabriel Garcia Marquez

Viele Menschen berichten wie Krisen ihr Leben nachhaltig bereicherten. Die Geschichtsbücher sind voller Lebensläufe, die durch denkbar schlechte Bedingungen angespornt wurden großartiges zu Leisten.
Nicht immer muss man die Welt retten oder eine bahnbrechende Erfindung machen. Es reicht vollkommen aus den eigenen Platz im Leben, gut auszufüllen, die eigene Persönlichkeit zum Wohle aller voll zu entwickeln.

Oft höre ich Sätze wie: „Ohne dieses Ereignis wäre ich nicht wo ich heute bin, hätte ich auf ewig an mir vorbeigelebt“.Obwohl nicht immer alle Auswirkungen des „Unglücks“ wieder verschwinden, berichten sie das ihr Leben nun wertvoller, freier oder authentischer ist.

Nicht immer müssen Lebensveränderungen hochdramatisch verlaufen. Wer innerlich bereit ist den nächsten Schritt zu gehen, kann dies ebenso gut innerhalb bestehender Strukturen tun.

Wie an dem Tag, der Dich der Welt verliehen, die Sonne stand zum Gruße der Planeten, bist alsbald und fort und fort gediehen. Nach dem Gesetz, womit du angetreten. So musst Du sein, dir kannst du nicht entfliehen. So sagten schon Propheten. Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt ,geprägte Form, die lebend sich entwickelt. Goethe, Urworte Orphisch

Transite fördern zutage was ungeachtet unserer Erziehung, erlernter Reaktionsmuster, unserer kulturellen Herkunft oder des gesellschaftlichen Standes,  tief in uns steckt und aktivieren unseren einzigartigen Wesenskern.
Manchmal ist Veränderung mit Angst verbunden. Eine völlig normale Reaktion. Das Unbekannte ist fremd und unmöglich einzuschätzen. Sind die bestehenden Umstände sehr bedrückend wird eine Veränderung ungeduldig herbeigesehnt auch wenn man selbst oft nicht genau weiß wie das nun im Einzelnen aussehen soll.

Es gibt aber noch eine dritte Variante. Veränderung wird als etwas natürliches empfunden und die not- wendigen Schritte werden eingeleitet ehe die Not zu groß und das Fass voll ist und überläuft. Anzeichen dafür gibt es in der Regel zu genüge, wir ignorieren sie nur liebend gerne.

Astrologie beschreibt diese natürlichen Entwicklungsprozesse mit den Transiten der langsamen Planeten.
Diese dauern in der Regel 2 – 3 Jahre, je nach persönlichem Horoskop. Zu Beginn eines Durchgangs, sobald sich der Planet auf einige Grad nähert, zeigen sich oft die ersten Vorboten. Je genauer der Aspekt wird um so drängender werden die Aufgaben benannt. Dies kann durch äußere Umstände ausgelöst werden oder durch inneres Umdenken eingeleitet werden.  Oft auch eine Mischung aus beidem!

Auf seine Freiheit zu verzichten heißt, auf seine Menschenwürde, Menschenrechte, selbst auf seine Pflichten zu verzichten. Jean-Jacques Rousseau

Lautet das Thema ‚Freiheit’ so kann dies zum Beispiel durch eine, als negativ empfundene, Kündigung ausgelöst werden. ( Vielleicht mochte man den Job im Grunde lange vorher schon nicht mehr oder möglicherweise entsprach er noch nie den wahren Talenten) Plötzlich wird es notwendig sich mit den eigenen Fähigkeiten, auseinander zu setzten. Was kann ich, was will ich, womit verbringe ich meine Zeit? Der Tagesablauf ist nicht mehr straff verplant. Dies zwingt  mit sich selbst in Kontakt zu kommen, wo man früher von früh bis spät abgelenkt war.

Ebenso gut kann man selbst beschließen mehr Freiraum für eigene Interessen zu benötigen, und die Arbeitszeit freiwillig reduzieren. Genauso denkbar ist es, ohne die äußeren Umstände großartig umzukrempeln, damit zu beginnen, sich freier und authentischer Auszudrücken. Indem man sich weniger schert was andere Leute möglicherweise denken oder erwarten.

Während eines lang andauernden Transit ergeben sich immer wieder Ereignisspitzen die bestimmte Erkenntnisse markieren oder Impulse geben weiter zu machen. Nicht immer, ist während dieser Zeit sofort klar erkennbar worum es eigentlich geht. Im Verlauf eines Durchgangs gewöhnt man sich allmählich an die Energie und entwickelt idealer weise die Bereitschaft damit umzugehen, etwas daraus zu lernen um gut damit zurecht zu kommen.Läuft der Transit dann aus zeigt sich was hinzugewonnen wurde. Wer gelernt hat eine Energie zu meistern, dessen Leben wird deutlich bereichert.

Heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünd’s andre an.

Wer einfach nur im Regenmantel – Prinzip hofft, die Sache möge irgendwie vorbeigehen, erfährt zwar nach Ablauf des Durchgangs Erleichterung und Entspannung muss sich aber bei nächster Gelegenheit, wieder damit befassen. Das Leben präsentiert Lernaufgaben hartnäckig immer wieder.

Ein wichtiger Punkt  ist, Ereignisse auf sich selbst zu beziehen. Was bedeutet es für mich? Wie bin ich –  bewusst oder unbewusst, absichtlich oder indirekt daran beteiligt? (Artikel:  Der verrückte Hund )

Die Winkel der transitierenden Planeten beschreiben die unterschiedlichen Formen des Erlebens:

Konjunktion 0° – Verschmelzung

Konjunktionen können sehr unterschiedlich empfunden werden. Es findet eine Vereinigung der aufeinandertreffenden Planten und deren Energie statt. Zwei Prinzipen treffen zusammen und müssen unter einen Hut gebracht werden. Kennt man den Planeten schon gut, z. B.  durch eine positiv gelebte Stellung im Geburtshoroskop,  ist es als würden sich zwei alte Freunde treffen. Man regt sich gegenseitig an Dinge zu tun, die man allein nie unternehmen würde. Oder die grundsätzliche Energiemixtur (Zeichen, Planeten) harmoniert. Dann fühlt es sich an als würde man endlich den fehlenden Baustein für sein Lebensmosaik erhalten und die Ereignisse werden als angenehm und bereichernd erfahren.

Hat man noch wenig Erfahrungen mit einem Archetypen, steht gewissermaßen, plötzlich ein Fremder im Wohnzimmer und erklärt jetzt hier zu wohnen! Dann hat man seine liebe Not den neuen „Mitbewohner“ unterzubringen.

Häufig erlebt man auch eine Mischung aus beidem – manchmal ist selbst der beste Freund anstrengend….

Sextil, Trigon – Unterstützung

Die Energie fließt harmonisch und wirkt unterstützend. Bei den weichen, unterstützenden Transiten wie Trigon und Sextil, gilt es dennoch achtsam zu sein um die positiven Auswirkungen wahrzunehmen und Chancen vertrauensvoll zu nutzen. Oft wird gut einfach als normal empfunden.

Sextil 60°

Ein Sextil ist manchmal ein wenig selbstvergessen und benötigt noch einen kleinen Schubser um sich bietende Möglichkeiten zu nutzen. Es ist ein bißchen so als würden zwei altgediente Arbeitskolleginnen gerne ins Plaudern verfallen. Man muss die Damen ab und zu erinnern, freundlicher Blick vom Chef genügt, schon rattert alles wie am Schnürchen.

Trigon 120°

PlanetenTeamwork –  Gute Freunde, mit gemeinsamen Interessen, treffen sich um gemeinsam etwas zu unternehmen. Es ist als würden die Planeten Hand in Hand arbeiten, man kennt sich gut, jeder weiß was er zu tun hat! Während eines Trigons tun sich oft völlig neue Perspektiven auf, man erhält Unterstützung für seine Vorhaben. Lebensbereiche in denen Vorarbeit geleistet wurde können sich nun entfalten.

Quadrat, Opposition – Spannung

Die angespannten, energiegeladenen Aspekte werden oft als sehr anstrengend empfunden. Anfangs leistet man  häufig Gegenwehr. Oft kommen die Ereignisse von Außen, ungefragt und ungebeten über einen und man kann zusehen wie damit zurecht zu kommen ist. Große Anstrengung  und nicht selten eine Reihe schmerzhafter Gefühle sind mit diesen Lernaufgaben verbunden. Wut, Trauer, Verzweiflung. Doch mit fortlaufendem Durchgang lernt man sich auf diese Dimension des Lebens einzustellen und die enormen Kräfte für sich zu nutzen, statt sie passiv zu erleiden.

Quadrat 90°

Ein Quadrat erzeugt viel mehr Energie als weiche Aspekte. Was am Anfang als Hürde empfunden wird, erzeugt falls man nach dem ersten Muskelkater nicht gleich aufgibt, oft eine Art sportlichen (oder trotztigen) Ehrgeiz, der zu Höchstleistungen anspornt und das Beste aus einem herausholt.

In der Historie gibt es unzählige Gestalten die es, durch das Überwinden ihres persönlichen Handicaps, zur wahren Meisterschaft gebracht haben.

Gottes Werk und Teufels Beitrag

Beispiel:  Demosthenes – der berühmteste griechische Redner der Antike. Als er 7 Jahre alt war verstarb sein Vater. Er stand unter Vormundschaft, doch seine Verwandten verwalteten das Geld schlecht und verschleuderten sein Vermögen. So hatte er keine Mittel für eine angemessene Ausbildung  zur Verfügung, obwohl er Mitglied der Oberschicht war. Seine gebildete Mutter schulte ihn alleine – in Geisteswissenschaften. Was junge Männer dieser Zeit sonst noch erlernten, z.B. Kampfkunst, fehlte ihm völlig. Das brachte ihm Missachtung und den Spitznamen ‚Schwächling’ ein. Zudem hatte er einen Sprachfehler und sprach sehr unsicher und gehemmt. Deshalb übte er stundenlang! Mit Kieselsteinen im Mund schrie er gegen die Meeresbrandung an. Um gut vorbereitet zu sein feilte er intensiv an seinen Reden und wurde so ein äußerst erfolgreicher Politiker und gefragter Redner. Zudem nutzte er später, seine gewonnenen Kenntnisse und seine Bekanntheit um junge Männer mit ähnlichen Sorgen zu unterstützen.

Opposition 180°

Oppositionen werden oft sehr stark als Anforderungen von Außen erlebt. Man stelle sich vor jemand  steht einem Frontal gegenüber und fordert  mit gespreizen Ellenbogen etwas ein. Man kann oft nur sehr schwer erkennen, was dies mit einem selbst zu tun haben soll?! Die nützlichste Sichtweise scheint mir,  diesen Aspekt als Spiegel der eigenen verdrängten Anteile zu verstehen, die gesehen werden wollen. Kann ich mein eigenes Spiegelbild nicht leiden, hilft es wenig auf den Spiegel einzuschlagen.

Was zu tun ist: Sich langsam, Schritt für Schritt, annähern, achtsam alles ansehen, das unbekannte Gesicht erkunden, Dinge benennen ohne sofort in gut oder schlecht einzuteilen. Nur was ich an -nehme, habe ich. Nur was mein ist, kann ich be -einfluss -en.

Opposition = Außerhalb meiner selbst. Manchmal erlebt man diese Energie als anvisiertes Ziel das sich einfach nicht verwirklichen lassen will. Einmal unter Jupiter Opposition,  tat ich alles erdenkliche um einen  lange gewünschten Auslandsaufenthalt zu verwirklichen. Egal was ich unternahm, nichts war zielführend. Im Gegenteil, immer neue Gründe mich an Ort und Stelle zu halten, ergaben sich. So musste ich Frieden schließen mit dem Platz an dem ich war und meine Aufgabe dort erkennen.

Manchmal stellen Oppositonen auch die Einladung des Lebens dar sich über das ‚Du‘ neu zu erfahren und aus dem alten Trott auszuscheren. Durch Begegnung werden neue Sichweisen erlebt. Fremde Ansichten, Menschen in einen völlig anderen Umfeld, machen es notwendig die bisherigen Überzeugungen in Frage zu stellen, sich aneinander zu ‚reiben‘ , sich neu zu erklären.

Transite

Alle Erfahrungen haben zum Ziel, den göttlichen Funken in uns möglichst hell erstrahlen zu lassen! Das Leben kann dabei sehr kreativ sein! Die Astrologie beschreibt die nachhaltig wirkenden Grundenergien mit den Langsamläufern im Horoskop.

Saturn  – Ordnung, Struktur und Selbstverantwortung
Prüft jeden berührten Lebensbereich. Steht mein Dasein auf einer guten Basis. Versäumnisse werden jetzt offensichtlich und müssen ausgeglichen werden. Saturn soll sicherstellen das die Lebenskräfte gebündelt werden und als gleichmäßiger Strom zur Verfügung stehen.
Tue zuerst das Notwendige, dann das Mögliche, schließlich erschaffst du das Unmögliche.   Franz von Assisi

Saturntransite

Uranus – Einladung zur Freiheit und Fortschritt

Wo des Regelement des Saturn zu eng und lebensfeindlich geworden ist kommt Uranus und reißt ein was, statt zu Stab und Stütze zu sein, hinderlich geworden ist und das flexible mit der Zeit gehen verhindert. Uranus fördert persönliche Freiheit, Authentizität und das Erkunden neuer Sphären.

Tradition ist die Weitergabe des Feuers nicht das hüten der Asche

Neptun – Vertrauen ins Leben

Der Planet Neptun, symbolisiert das Urprinzip der Auflösung und des All – eins – sein. Unter Uranus ging es um individuelle Entfaltung, unter Neptun erhalten wir die Aufforderung größere Zusammenhänge zu verstehen und sich als darin eingebettet zu erkennen. Allerdings ist es dafür Notwendig einen Teil der Individualität, die wir uns in Form von Meinungen und Überzeugungen, gemischt mit unserem kulturellem Hintergrund, zugelegt haben loszulassen.

Wenn nicht geschieht was ich will, dann geschieht was besser ist

Neptun Transite im persönlichen Horoskop

Pluto – Extreme erkunden
Um die gesamte Spannbreite des Lebens zu verstehen ist es wichtig die Dualität des Lebens zu erkennen. Gut und Böse, Leben und Tod, hell und dunkel bedingen einander. Unter Pluto Transit werden tiefgreifende Wandlungen vollzogen um die Lebenskräfte, in ihrer gesamten Palette, intensiv zu spüren.

Ich will wissen was die Welt, im Innersten zusammen hält.  Goethe, Faust

Erkenne Gott in dir, als den über allem vor und nach, Wandel und Wechsel Seienden,
auf das der Augenblick sich dir zur Ewigkeit weite – zu jener Nichtzeit, die Gott ist.
Hilarion

Petersilie von Tulla gastl

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Wie Überzeugungen entstehen – Update für deine Festplatte!

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